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RP-ONLINE - KREFELD
published: 26.09.00 13:39
rheinische post
ist ein Höhepunkt der Euroga
Stadt investiert 36 Millionen Mark
Fünf Parks werden nach historischen Unterlagen saniert
(RP). Euroga 2002 plus, Landesgartenschau,
Biotopverbund und historische Parkanlagen sind Vokabeln, die seit Jahren immer
wieder Themen in Ausschüssen und bei Diskussionen sind und dabei oft
durcheinander geraten. Gestern brachten Oberbürgermeister Dieter Pützhofen, der
Leiter des Grünflächenamts, Thomas Visser, und Landschaftsplanerin Silvia
Gerding einmal Ordnung und Zusammenhang in die Begriffe. Immerhin geht es alles in allem um gut 36 Millionen
Mark, die allein von der Stadt Krefeld für diese "Begrünungsmaßnahmen"
ausgegeben werden. .
Da ist zunächst einmal die Euroga, die im April 2002
beginnt und bis Oktober 2003 terminiert ist, deren Auswirkungen aber diese Zeit
sinnvollerweise überdauern sollen. Deshalb heißt
sie "Euroga 2002 plus". An
dies em regionalen, aber grenzüberschreitenden Entwicklungskonzept beteiligen
sich die Städte Krefeld, Mönchengladbach, Düsseldorf, die Kreise Mettmann,
Neuss und Viersen sowie die angrenzenden niederländischen Gebiete. Dabei geht es nicht nur um einen rein
gärtnerischen Aspekt, sondern darum, Besonderheiten und Eigenheiten
hervorzuheben. Die Stadt Krefeld beteiligen sich emit dare Project: den
historischen Garten- und Parkanlagen, dem Biotopverbund Krefeld-Süd und mit
kulturellen Aktionen.
200 Garten- und Parkanlagen
Krefeld kann sich rund 200 historischer Garten- und
Parkanlagen rühmen. Knapp über 100 davon sind nach wie vor in privater
Hand. Entscheidend ist nicht die Größe,
sondern die historische Substanz an Pflanzen und/oder Architektur einer solchen
Gartenanlage. Mit fünf größeren Parkanlagen und den zwei kleineren Gärten der
Häuser Lange und Esters beteiligt sich Krefeld an der Euroga, die deshalb auf
Vordermann gebracht werden: der Greiffenhorstpark, der Burgpark Linn, der
Schönwasser-, Schönhausen- und der Sollbrüggenpark. "Wir haben in Krefeld das Glück, dass wir die historischen Pläne
fast aller Anlagen gefunden haben", sagt Visser. Deshalb können wir sie so
wieder herstellen, wie es sich die Planer gedacht hatten." Die Stadt wird die
Gräben Greiffenhorst und Linn entschlammen, damit dort wieder ein dauerhafter
Wasserspiegel entsteht. Es werden alte Sichtbeziehungen wiederhergestellt, was
bedeutet, dass - durchaus langfristig - rund 40 Bäume gefällt und 60 umgesetzt
werden. Es werden Brücken saniert oder
neu gebaut (fünf allein im Greiffenhorst-Park). Es werden Rasenflächen
verbessert und Wege wieder instand gesetzt. Ende nächsten Jahres sollen diese
Arbeiten abgeschlossen sein. Und all das soll natürlich über Jahre hinaus
gepflegt und erhalten werden. Eine Broschüre mit Darstellung besagter sieben
Garten- und Parkanlagen ist über das Grünflächenamt ( 864402) erhältlich.
Der Biotopverbund Krefeld-Süd soll die Grünflächen
zwischen Forstwald und der Spey vernetzen, wobei es nicht um ein Entweder-Oder
geht. Vielmehr sollen auch Wohnen und Gewerbe - auch entlang der A 44 -
durchgrünt werden. Schwerpunkt ist der Stadtpark Fischeln, für dessen
Gestaltung, wie berichtet, ein Mailänder Büro den entsprechenden Wettbewerb mit
zwei großen, von Säuleneichen bestandenen Wegebögen gewonnen hat. In 30 Jahren
soll der Park einmal 30 Hektar groß sein.
Mit Aktionen vermarkten
Für die geplanten künstlerischen und anderen
Aktiviäten in Krefelds Park- und Grünanlagen wird ein Gremium ins Leben
gerufen, mit dessen Hilfe der Aufwand für die Gesamtstadt dargestellt und werblich
genutzt werden soll.
Die Landesgartenschau vom April bis Oktober 2002 -
erstmals nicht an eine Kommune gebunden - ist ein halbjähriger Höhepunkt
innerhalb der langfristig angelegten Euroga. Unter dem Motto "Von der
Barockanlage zum Landschaftspark" präsentieren fünf Städte sieben Anlagen. Krefeld ist mit dem Greiffenhorst und dem
Linner Burgpark dabei.
Von JOCHEN LENZEN
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